Work-Life-Balance

Januar 25th, 2010

In der gestrigen SonntagsZeitung wurde der abgetretene Post-Chef Claude Béglé zum Thema Ehre und Glaubwürdigkeit interviewt. Dabei gab er folgende denkwürdige Antwort zu Protokoll:

Auch darüber, dass Sie dort zu 75 Prozent angestellt waren?

Das stimmt nicht. Die Abmachung war 30 Stunden pro Woche. Das ist bei mir nicht einmal ein halbes Wochenpensum.

Diese Aussage stimmt zweifellos mit der Wahrheit überein, macht den Mann aber auch nicht unbedingt sympathischer. Wer pro Woche über 60 Stunden arbeitet, muss sich zumindest keine Gedanken über allfällige Freizeit-Aktivitäten machen.

Avatar: So muss 3D sein!

Januar 13th, 2010

Soeben komme ich aus dem Kino zurück und sitze schon vor dem Laptop, um euch einen kurzen Bericht über den 3D-Film Avatar zu schreiben. Dabei wäre es vielleicht besser, die ganzen Eindrücke zuerst ein bisschen zu verarbeiten. Es könnte also sein, dass die nachfolgenden Zeilen alles andere als objektiv ausfallen. Aber was solls:

Die Geschichte ist schnell erzählt: Die bösen Menschen betreiben auf einem fremden Planeten Raubbau, um an ein begehrtes Metall zu gelangen. Blöderweise befindet sich der grösste Quelle für selbiges genau unter der Heimatstädte der einheimischen Rasse. Um an mehr Informationen über deren Leben (und vorallem Schwächen) ranzukommen, wir ein Soldat eingeführt. Dieser verliebt sich prompt in die Tochter des König und kommt unweigerlich zwischen die Fronten von Menschen und Einheimischen. Den Rest kann sich jeder selbst ausdenken.

Bis jetzt konnten mich die erschienen 3D-Filme nicht so richtig überzeugen. Monsters vs. Alien konnte durch einige nette Effekte punkten, alles andere war für die Tonne. Bei Ice Age und Up wurde die dritte Dimension bei weitem nicht ausgereizt und wären in einem herkömmlichen Kino genau gleich gut (Up) oder schlecht (Ice Age) gewesen. Man durfte sich also die Frage stellen, ob das alles ist, was Hollywood zu bieten hat.

Aber zum Glück gibt es James Cameron, welcher es sich mit Filmen wie Abyss, Titanic oder Terminator gewohnt ist, mit der ganz grossen Kelle anzurichten. Und was er mit Avatar darbietet, ist schlicht ATEMBERAUBEND! Die erste Hälfte des Filmes ist von der Geschickte zum Einschlafen, aber dermassen schön präsentiert, das man stundenlange zuschauen könnte. Da gibt es eine wunderschöne Nachtszenen, mit fluoreszierenden Pflanzen, schwebenden Korallen und wilden Tieren. Später lernt der Protagonist fliegen, und man fühlt sich mit ihm wie im Paradies. Hier wird die dritte Dimension wirklich genutzt, den Kino-Besucher förmlich in den Film reinzuziehen. Man ist nicht länger Zuschauer, sondern fühlt sich wirklich leibhaftig in der Szene mitten drin.

Und das Schlimmste daran: Man wird dieses Gefühl nie zu Hause nachvollziehen können. Selbst wenn sich in naher Zukunft räumliche Fernseher in unserer guten Stube durchsetzen werden, wird dieser Film nie nur annähernd so wirken wie im Kino. Ich rufe euch auf, wieder einmal ins Kino zu gehen um Avatar zu Schauen. So schnell wird man ein solches Erlebnis nicht wieder geboten bekommen, das verspreche ich euch!

Virenscanner: Ein Muss?

Januar 8th, 2010

Dieser Tage lief bei meinem Virenscanner, den ich noch von meinem letzten Arbeitgeber hatte, die Lizenz ab. Glücklicherweise lieferte die c’t zum Jahresende einen ausführlichen Test der aktuellen Generation von Virenhütern. Nach dieser Lektüre würde ich den Norton AntiVirus 2010 kaufen.
Allerdings stelle ich mir die Frage, ob ein Virenscanner wirklich nötig ist. Folgende Argumente sprechen aus meiner Sicht dagegen:

  • Ich glaube die möglichen Einfallstore von Schädlingen recht gut zu kennen und mich so selbst schützen zu können: Ich öffne keine unbekannten EMail-Anhänge, surfe nur mit dem aktuellsten Firefox und arbeite immer hinter einem NAT-Router.
  • In den letzten fünf Jahren hat mein bestehender Scanner keinen einzigen Befall gemeldet. Entweder verrichtet er seinen Dienst nicht wie gewünscht oder ich konnte mich selbst gut schützen.

Was ist eure Meinung? Soll ich mich auf meinen gesunden Menschenverstand verlassen und mir die jährliche Gebühr für einen Virenscanner sparen? Oder ist ein solcher Beschützer in der heutigen vernetzten, bösen Welt ein absolut unabdingbarer Bestandteil eines Computers?

Liebe Leserinnen und Leser…

Januar 1st, 2010

…ich danke für euer fleissiges Mitlesen in diesem Blog und wünsche allen ein schönes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr!
Gerne würde ich mir als noblen Vorsatz häufigere Beiträge auf dieser Seite auf die Fahne schreiben, allerdings möchte ich nichts versprechen, was ich ehrlicherweise nicht einhalten kann. Trotzdem werde ich mein Bestes geben. Weiter hoffe ich, im 2010 endlich zyniker.ch zum Fliegen zu bringen. Also mal schauen, was die nächste 365 Tage bringen. Peace!

Dosen

Dezember 12th, 2009

Für die meisten sich ein alter Hut. Trotzdem habe ich das Video zum ersten Mal gesehen, und fand es recht unterhaltsam:

Whiteboard zu verkaufen

November 29th, 2009

Zu Hause habe ich ein fabrikneues, original-verpacktes Whiteboard im Keller stehen, welches ich gerne verkaufen würde. Der Hacken an der Sache: Das Board hat auf der Schreibfläche eine kleine Delle, welche beim Transport entstanden sein muss. Die Lackierung ist aber unbeschädigt, vielleicht kann jemand mit Erfahrung im Entfernen von Hagelschäden das Board wieder flach machen…
Whiteboard
Nun zu den Fakten:

  • Grösse: 150 x 100 cm
  • Oberfläche: Email
  • Magnetisch
  • Besonders kratzfest
  • Rahmen: Alu
  • Trocken abwischbar
  • inkl. Wandbefestigung und Ablageschale

Für weiter Informationen verweise ich gerne auf die Internetseite des Anbieters.
Garantie gibt es keine, das Board muss bei mir abgeholt werden. Der Neupreis ist 198,66 CHF, ich verkaufe es für 100.– CHF. Wer Interesse oder noch offene Fragen hat, schreibt mir am besten eine Mail oder hinterlässt einen Kommentar.

Lego Matrix

November 26th, 2009

Heute bin ich über ein tolles Lego Stop-Motion-Filmchen gestossen. Dabei wird eine Szene auf The Matrix nachgestellt, wo Neo und Trinity auf dem Dach des Hochhauses gegen einen Agent kämpfen. Das spezielle an diesem Video ist, das es wirklich Bild für Bild exakt vom Original kopiert wurde. Jedes Detail wurde übernommen, was gesamthaft in fast 900 einzelnen Bildern und einem Arbeitsaufwand von über 440 Stunden resultierte. Mehr gibt es auf deren Homepage legomatrix.com. Nun aber genug gelesen, hier das besagte Video:

Das kleine Strassenverkäufer 1×1

November 23rd, 2009

Eben wurde ich von einem Strassenverkäufer angesprochen, welcher sein Handwerk wirklich versteht: Nur dank höchster Konzentration bin ich nun nicht stolzer Besitzer diverser esoterischer Literatur. Dabei habe ich ein paar einfache, aber äusserst wirkungsvolle Tricks mitnehmen können, wie man sicher jeden Seich an den Mann oder die Frau bringt. In Zeiten wirtschaftlicher Krise möchte ich euch dieses wertvolle Wissen natürlich nicht vorenthalten:

  1. Ziehe dich ganz Normal an. Wenn du in Schale anrückst, wissen sofort alle, das du entweder von Cablecom oder Weltbild bist und suchen das Weite.
  2. Spricht die Zielperson mit einer absolut unverfänglichen Frage an, welche deine wahre Intention nicht verrät. In meinem Fall Kommst du aus Bern oder von auswärts? Der Angesprochene hält dich für einen unbeholfenen Touristen der das Bundeshaus sucht, und schon hast du seine Aufmerksamkeit.
  3. Stell dich kurz vor und gibt dich als Mitglied einer moralisch unantastbaren Gruppe aus. Mein Verkäufer war ein gläubiger Mönch. Was kann an einem Mönch schon falsch sein?
  4. Der Kunde soll die Ware in die Hand nehmen! So entsteht sofort eine Beziehung zum Produkt und man kann nicht einfach weglaufen.
  5. Halte verschiedene Ausprägungen des zu verkaufenden Produktes in der Hinterhand. Wenn der Kunde gegen das erste Exemplar Einwände hat, hat er vielleicht zum zweiten oder dritten keine Ausrede mehr.
  6. Und nun der Hammer: Lass den Kunden selbst den Preis bestimmen! Man hat sofort den Eindruck, du handelst aus Überzeugung und nicht aus purem Kapitalismus.

Mein gläubiger Verkäufer wollte mir einen Satz Bücher andrehen, von der inneren Selbstfindung bis zu einem vegetarischen Kochbuch war alles dabei. Erst als ich ein paar Minuten später in der Stadt einen weiteren Typen traf, welche eine Person mit der genau gleichen unverfänglichen Frage ansprach, viel bei mir der Fünfer. Eigentlich hätte es mir ja auffallen müssen, wenn mir ein deutscher (!) Mönch im Marzili ein vegetarisches Kochbuch andrehen will…

Nebelmeer

November 21st, 2009

Gestern fuhr ich vom sonnigen Bern über Land Richtung Lyss, wo ich auf dem Frienisberg von einer sensationellen Aussicht über das Nebelmeer im Flachland überrascht wurde:
Nebelmeer
Nebelmeer
Ich glaube, dass ist der in Bild gefasste Satz Heute oft sonnig, im Mittelland teils Nebel Jedenfalls war ich ein paar Minuten nach obigen Aufnahmen in einem stockdicken Nebel, der seinesgleichen sucht.

2012

November 16th, 2009

Heute hatte ich das Vergnügen, den neusten Blockbuster 2012 von Roland Emmerich im Kino zu sehen. Einen kurzen Rückblick möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Handlung
Was die Maya schon lange wussten, tritt nun tatsächlich ein: Im Jahr 2012 geht die Welt unter! Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen. Wer es genau wissen will, liest bitte im hervorragenden Wikipedia-Artikel zum Film nach. Für alle, die lieber schauen als lesen, hier der Trailer:


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